Aussprache:
Selber hüren ist natürlich am besten,
aber es gibt auch "Anleitungen", z.B. hier
Japanische Satzstruktur
Die
Satzstruktur ist im Japanischen verscheiden wie im Deutschen.
| (Adverbiale) | (Subjekt) | (Objekte) | Prädikat | (Partikel wie yo, ka, ne, sa...) |
Kurz: Subjekt - Objekt - Prädikat
Auch brauch ein Satz kein Subjekt. Im Deutschen benutzt man Personalpronomen
(er, sie, es...) um eine Wiederholung des Subjektes zu vermeiden.
Im Japanischen
werden Presonalpronomen, vorallem in der 3. Person, selten verwendet. Das Subjekt
wird weggelassen wenn klar ist, welches Subjekt gemeint ist.
ogenki desu ka?
Wie geht es dir?
An
diesem einfachen Beispiel sieht man, dass das Subjekt weggelassen wird. Würtlich
bedeutet es "ist Gesundheit?". Dass der Gesundheitszustand des Gesprächspartners
gemeint ist ist klar.
Wenn man antworten will dass es einem gut geht,
sagt man "genki desu.". Man sollte aber nicht sagen, dass es einem
schlecht geht, hüchstens "nicht ganz so gut".
Subjekte
und Objekte besitzen einen "angehängten" Partikel, der die Funktion
des Wortes im Satz verdeutlicht.
Verschiedene Partikel:
| ha (wa) | Thema* |
| ga | Subjekt* |
| wo (o) | Objekt |
| ni | Ort, Richtung, ... |
| he (e) | Richtung |
| de | Ort (Handlung) ... |
| kara | von, weil, seit |
| made | bis |
* Diese Unterscheidung ist manchmal etwas kompliziert, ist aber am Anfang
noch nicht so wichtig.
In Klammer steht die Aussprache der Partikel.
"ha" wird z.B. wie ein normales "ha" in Hiragana geschrieben,
aber "wa" gesprochen. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, ob es sich
um den Partikel "ha" handelt, oder die Silbe Bestandteil eines Wortes
ist.
"wo" existiert nur als Partikel zur Markierung eines Objekts,
aber nicht immer wird etwas, was im Deutschen ein direktes Objekt ist mit "wo"
markiert! (z.B. a(u) (treffen))
Das sind nicht alle, aber die wichtigsten
Partikel.
ein einfacher Satz:
Der einfachste Satz
besteht nur aus einem Prädikat.
Samui desu. - Es ist kalt.
"samui"
ist ein Adjektiv und bedeutet "kalt (sein)", "desu" bedeutet
"sein".
Japanische Adjektive brauchen aber kein zusätzliches
"sein"!
"Samui." würde grammatikalisch vüllig
ausreichen, denn auch "samui" alleine lässt sich mit "kalt
sein" übersetzen.
Durch das "desu" wird der Satz aber
hüflicher. Im Japanischen ist es wichtig, die richtigen Hüflichkeitsformen
(es gibt einige davon, z.B. eine Respektform [Sonkeigo] oder eine spezielle
Bescheidenheitsform [Kenjougo]. Dazu später einmal mehr...) zu benutzen.
Jetzt mit Subjekt:
nomimono ha (totemo) tsumetai desu.
- Das Getränk ist (sehr) kalt.
"nomimono" bedeutet "Getränk"
und "totemo" bedeutet "sehr". Doch muss man hier "tsumetai"
benutzen, da es sich um einen Gegenstand handelt. "Samui" benutzt
man nur für das Wetter.
Fragen:
Fragen
stellt man, indem man den Fragepartikel "ka" an das Satzende anhängt.
Kono
nomimono ha tsumetai desu ka(?)* - Ist dieses Getränk kalt?
"kono"
ist ein Demonstrativbegleiter, mehr dazu auf dieser
Seite.
(* Ein Fragezeichen muss nicht gesetzt werden, kann man aber.)
Jetzt
fehlen uns nur noch Vokabeln um die ersten einfachen Sätze nach dem Muster
"X ist Y" bilden zu künnen.
Mit welchem Wort fängt man
am besten an? Mit "Ich". Davon gibt es im Japanischen aber mehrere...
Kleine
übersicht über die verschiedenen "Ichse":
| watashi | "Standard-Ich", passt fast immer. |
| watakushi | formeller als "watashi" |
| atashi | wird von Frauen verwendet |
| boku | wird nur von Männern verwendet |
| washi | wird von älteren Männern verwendet |
| wagahai | wird nicht mehr verwendet, man findet es aber manchmal noch irgendwo, z.B. im Buchtitel "wagahai ha neko de aru". |
sind nicht alle... es gibt z.B. noch "ore"
Kleine übersicht über die verschiedenen "Du's":
| anata | Du/Sie |
| kimi | du (nur unter Jungen) |
| anta | wie anata, nur unhüflicher |
| omae | noch unhüflicher |
| kisama! | noch viel unhüflicher, (das ist eine schlimme Beleidigung!!) |
Das "o" in "omae" ist ein Hüflichkeitsprefix (wie
bei o-genki). Das kommt daher, dass früher omae noch eine hüfliche
Anrede war. Heute findet man sie meistens nur noch in Mangas...
Für
den Anfang reichen die fettgedruckten vüllig aus.
Plural:
Im Plural hängt man ein "-tachi"
an, z.B. watashi-tachi = wir oder anata-tachi = ihr
Dies geht aber nicht
mit allen Personalpronomen.
Pronomen der 3. Person:
Diese werden selten verwendet, lieber
den Namen der Person wiederholen oder das Subjekt weglassen!
| kare | er |
| kanojo | sie |
Noch ein paar Adjektive:
| ii oder yoi | gut |
| warui | schlecht |
| samui | kalt (Wetter) |
| tsumetai | kalt (Gegenstand) |
| atsui | warm/heiß |
| ookii | groß |
| chiisai | klein |
| kawaii | süß, z.B. Baby |
| lang | nagai |
| kurz | mijikai |
| groß / teuer | takai |
| billig | yasui |
| weit | tooi |
| nahe | chikai |
| utsukushii | schün |
mehr zu Adjektiven auf dieser Seite.
und
noch ein paar andere Würter:
| neko | Katze |
| inu | Hund |
| ie | Haus |
| kuruma | Auto |
| sora | Himmel |
| hi / taiyou | Sonne |
| ki | Baum |
| nihon | Japan |
| doitsu | Deutschland |
| ongaku | Musik |
| (o)kane | Geld |
| ai | Liebe |
| nomimono | Getränk |
| (o)sushi | Sushi^^ |
| ame | Regen |
| yoru | Nacht |
| kono | dieser, diese, dieses |
| watashi no | mein |
dazu noch ein paar Farben:
| shiroi | weiß |
| kuroi | schwarz |
| akai | rot |
| aoi | blau |
Jetzt kannst du schon einfache Sätze bilden.
übungen:
-
Diese Katze ist schwarz.
- Mein Auto ist rot.
- Der Baum ist groß.
-
Sushi ist teuer.
- Der Hund ist sehr klein. ("sehr" kam weiter
oben schon einmal vor)
weiter zu Teil 2
generiert in 3.180093 s.